Maskenpflicht am Arbeitsplatz während der Corona-Pandemie

Das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske gehört beim Einkaufen oder im ÖPNV zwischenzeitlich zum Alltag.

Was gilt jedoch am Arbeitsplatz? Muss dort ein Mund-Nasenschutz getragen werden?

Die Antwort lautet einmal mehr „Es kommt darauf an“. Da der Arbeitgeber gegenüber seinen Mitarbeitenden eine Fürsorgepflicht hat, muss er für eine möglichst geringe Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz Sorge tragen. Welche konkreten Maßnahmen der Arbeitgeber ergreifen muss, hängt von einer Gefährdungsbeurteilung des einzelnen Arbeitsplatzes ab. Wo z.B. die Abstandsregel von 1,5 m zwischen den Mitarbeitenden nicht eingehalten werden kann und andere Maßnahmen nicht möglich sind, ist das Tragen einer Schutzmaske erforderlich (SARS-Cov2-Arbeitsschutzregel der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)).

Der Arbeitgeber ist berechtigt, das Tragen einer Schutzmaske am Arbeitsplatz im Rahmen seines Direktionsrechtes anzuordnen; die Mitarbeitenden müssen dieser Anordnung Folge leisten, wenn sie keine Abmahnung bzw. im Wiederholungsfalle gegebenenfalls keine Kündigung riskieren wollen.

Verpflichtet ein Arbeitgeber seine Mitarbeitenden zum Tragen von Schutzmasken am Arbeitsplatz, so muss er diese – als Schutzmaßnahme – auch bereitstellen oder bezahlen.