Schlagwort: Zahlungsforderung

Effektive Forderungsbeitreibung

Säumige Schuldner sind für jedes Unternehmen ein großes Ärgernis. Ein effektives Forderungsmanagement – von der ersten Mahnung über die gerichtliche Durchsetzung bis hin zur Zwangsvollstreckung – hat daher für die Unternehmen hohe Priorität.

Mit Hilfe anwaltlicher außergerichtlicher Mahnschreiben lässt sich in der Praxis bereits ein Großteil der offenen Forderungen durchsetzen. Oftmals lassen sich im Anschluss an ein anwaltliches Mahnschreiben auch Zahlungsvereinbarungen mit dem Schuldner treffen, durch die die Zahlungsforderungen letztendlich realisiert werden können.

Lässt sich die Forderung außergerichtlich nicht realisieren, ist das gerichtliche Mahnverfahren einzuleiten, um möglichst zeitnah und kostengünstig einen vollstreckbaren Zahlungstitel zu erwirken. Legt der Schuldner gegen den Mahnbescheid / Vollstreckungsbescheid Widerspruch / Einspruch ein, ist das streitige Verfahren vor dem zuständigen Amtsgericht / Landgericht durchzuführen.

Liegt ein rechtskräftiges obsiegendes Urteil vor und zahlt der Schuldner weiterhin nicht, ist das Zwangsvollstreckungsverfahren gegen den Schuldner einzuleiten. Hierbei ist auf Gläubigerseite oftmals großer Einfallsreichtum gefordert, da die Schuldner regelmäßig sehr pfiffig sind, um den gegen sie gerichteten Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zu entgehen.

Es empfiehlt sich daher, die Forderungsbeitreibung – insbesondere bei höheren Zahlungsforderungen – vom ersten Mahnschreiben an einer zuverlässigen und in diesem Bereich tätigen Anwaltskanzlei zu übertragen.

Wie realisiere ich meine Zahlungsforderungen?

Für Firmen und Freiberufler beginnt ein erfolgreiches Forderungsmanagement bereits bei der ordnungsgemäßen Rechnungsstellung: Es empfiehlt sich, in der Rechnung eine konkrete Zahlungsfrist (z.B. 14 Tage o.ä.) zu setzen. In diesem Falle gerät der Schuldner – unabhängig davon ob er Verbraucher ist oder nicht – nach Ablauf dieser Zahlungsfrist in Verzug. Ab diesem Zeitpunkt können Verzugszinsen und gegebenenfalls ein weitergehender Verzugsschaden geltend gemacht werden.

Unmittelbar nach Verzugseintritt sollte – um keine Zeit zu verlieren – ein Mahnschreiben mit einer kurzen Zahlungsfrist (max. 10 Tage) an den Schuldner übersandt werden. Nach erneutem fruchtlosem Fristablauf kann – je nachdem, wie viel Geduld Sie als Gläubiger aufbringen wollen – ein zweites Mahnschreiben versandt oder aber unmittelbar das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet werden.

Wenn Sie Freunden oder Bekannten ein privates Darlehen gewährt haben und die Rückzahlung erfolgt nicht wie vereinbart oder bleibt vollständig aus, müssen Sie sich überlegen, wie weit Sie gehen wollen. Haben Sie sich für die Durchsetzung Ihres Anspruches entschieden, sollte auch in diesem Fall keine Zeit verloren gehen und ein Mahnschreiben mit einer angemessenen Frist zwischen 7 und 14 Tagen an den Schuldner versandt werden, um diesen in Verzug zu setzen. Nach fruchtlosem Fristablauf sollte gegebenenfalls eine Nachfrist gesetzt oder aber unmittelbar das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet werden.

Nach Vorlage eines Vollstreckungstitels kann die Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner eingeleitet werden.

An jedem Punkt des Verfahrens hat der Schuldner die Möglichkeit, durch Zahlung oder Teilzahlung eine (teilweise) Erledigung herbeizuführen. Die bis dahin entstandenen Kosten und Zinsen hat der Schuldner Ihnen aber in jedem Fall als Verzugsschaden zu erstatten.

Gerne übernimmt unsere Kanzlei für Sie sowohl die Durchführung des gerichtlichen Mahnverfahrens als auch die gerichtliche Vertretung, wenn und soweit Ihre Schuldner Widerspruch bzw. Einspruch gegen den Mahnbescheid bzw. Vollstreckungsbescheid einlegen sollten und die Forderungsangelegenheit infolge dessen vor Gericht verhandelt werden muss.

Für Fragen rund um das Thema Inkasso / Forderungsmanagement stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.